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AKUTE BELASTUNGSREAKTION
 

Im Gegensatz zur Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) ist die akute Belastungsreaktion (ABR) keine Krankheit, sondern ein vorrübergehender Schutzmechanismus des Körpers für die Psyche. Sie tritt unmittelbar nach dem belastenden Ereignis auf, und kann nach kurzer Zeit bis hin zu einigen Stunden wieder abklingen.

Im Rettungsdienst sind diese akuten Belastungsreaktionen häufig zu beobachten. So trifft man immer wieder auf Menschen, die in eigentlich belastenden Situationen vollkommen untypisch reagieren. Sie scheinen das Geschehene nicht zu erfassen und wirken sonderbar distanziert. Später beschreiben Sie das Erleben der Situation wie eine Art Traum oder Film.

Häufige Verhaltensweisen im Rahmen einer akuten Belastungsreaktion sind geistige Abwesenheit, Wut, Aggression oder der Situation unangepasstem Handeln.

Die Betreuung solcher Menschen ist auch ein Angebot von Krisenintervention und Notfallseelsorge. Situationen wie der Verlust des Kindes, Gewalterfahrung, Unfälle oder eine Todesnachricht zu bekommen, können eine Betreuung notwendig machen um Erlebtes besser zu verarbeiten. Allerdings soll das soziale Netz (Freunde, Angehörige) nicht aus der Verantwortung genommen werden, sondern wird in die Situation eingebunden, um zu unterstützen und langfristige Begleitung zu übernehmen.

Autor: Markus Vogel, MSc


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